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Einsamkeit am Arbeitsplatz: Homeoffice macht nicht einsamer, aber viele vermissen den persönlichen Austausch

20.02.2025  — Online-Redaktion Verlag Dashöfer.  Quelle: Techniker Krankenkasse.

Die Arbeitswelt hat sich nicht zuletzt durch die Coronapandemie rasant gewandelt. Dabei führt die Flexibilisierung mit den vermehrten Homeoffice-Möglichkeiten aber nicht dazu, dass Menschen sich stärker einsam fühlen:

16 Prozent der Beschäftigten, die mindestens ab und zu im Homeoffice arbeiten, fühlen sich nach eigenen Angaben häufig oder manchmal einsam. Bei den Erwerbstätigen, die ausschließlich vor Ort arbeiten, ist es mit 14 Prozent ein ähnlich hoher Anteil. Das zeigt der Einsamkeitsreport 2024 der Techniker Krankenkasse (TK), für den das Meinungsforschungsinstitut Forsa bundesweit repräsentativ 1.403 Personen zum Thema Einsamkeit befragt hat.

Die Grafik zeigt den Einsamkeitsreport der TK von 2024

© Die Techniker; für Großansicht bitte anklicken

Homeoffice macht nicht einsamer

16 Prozent der Beschäftigten, die mindestens ab und zu im Homeoffice arbeiten, fühlen sich nach eigenen Angaben häufig oder manchmal einsam. Bei den Erwerbstätigen, die ausschließlich vor Ort arbeiten, ist es mit 14 Prozent ein ähnlich hoher Anteil. Das zeigt der Einsamkeitsreport 2024 der Techniker Krankenkasse (TK).

Arbeit beugt Einsamkeit vor

"Grundsätzlich kann Arbeit sehr zum Wohlbefinden beitragen", so Dr. Jens Baas, Vorstandsvorsitzender der TK. "Der soziale Austausch mit Kolleginnen und Kollegen, das Eingebundensein in ein Team, deckt ein Grundbedürfnis der Menschen nach Kontakt und Zugehörigkeit." Im Vergleich zum privaten Umfeld ist Einsamkeit am Arbeitsplatz daher weniger verbreitet. Nur etwa vier von zehn (38 Prozent) geben an, sich bei ihrer Tätigkeit zumindest selten einsam zu fühlen. Im privaten Bereich ist es deutlich mehr als die Hälfte (58 Prozent). Dr. Jens Baas: "Doch auch in der Arbeitswelt rückt Einsamkeit als psychischer Belastungsfaktor zunehmend in den Fokus, wenn etwa keine Möglichkeit besteht in einem festen Teamgefüge soziale Kontakte zu knüpfen."

Menschen vermissen persönlichen Austausch

Das zeigen auch die Daten im Einsamkeitsreport: Auch wenn sich Berufstätige im Homeoffice nicht generell einsamer fühlen als im Betrieb, vermisst doch ein Teil den persönlichen Kontakt mit Kolleginnen und Kollegen. Etwa vier von zehn Erwerbstätigen (42 Prozent) fehlt bei der Arbeit zuhause der direkte Austausch häufig oder zumindest manchmal - fachlich wie persönlich. Am Arbeitsplatz vor Ort sind es hingegen nur zwölf Prozent.

Unternehmen können Zusammenhalt stärken

Arbeitgeber haben an dieser Stelle viel in der Hand, denn, so TK-Chef Baas:

Egal ob Homeoffice oder nicht: Entscheidend für das Wohlbefinden der Mitarbeitenden und damit auch die Vorbeugung von Einsamkeit ist eine von Wertschätzung und Vertrauen geprägte Unternehmenskultur.

Auch mit praktischen Maßnahmen, wie festen Team-Tagen oder Veranstaltungen, können Unternehmen das Zusammengehörigkeitsgefühl der Mitarbeitenden fördern. Um die individuelle Resilienz und Gesundheit der Mitarbeitenden zu stärken und eine gesunde Unternehmenskultur zu fördern, unterstützt die TK darüber hinaus Unternehmen mit Konzepten der Betrieblichen Gesundheitsförderung (BGF) und des Betrieblichen Gesundheitsmanagements (BGM)

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