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Gemeinsam stark: Team-Resilienz für Projektmanager

03.04.2025  — Online-Redaktion Verlag Dashöfer.  Quelle: GPM Deutsche Gesellschaft für Projektmanagement e. V..

Projekte sind oft herausfordernd. Unerwartete Probleme, knappe Deadlines und hoher Druck gehören zum Alltag. Bei hohem Druck oder überraschenden Schwierigkeiten fangen viele Mitarbeitende an, hektisch zu agieren. Meist wird an den Prozessen geschraubt, um effektiver zu werden – doch das ist nicht immer zielführend.

Das ständige Streben nach noch mehr Effizienz kann schnell zur Falle werden. Denn paradoxerweise kann dieses ständige Streben zu negativen Folgen führen, wie z. B.:

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Wie können Projektteams anders mit solchen alltäglichen Herausforderungen auf gesunde Weise umgehen und sogar gestärkt aus solchen Phasen herausgehen?

Team-Resilienz

Die Antwort liegt in der Team-Resilienz – der Fähigkeit eines Teams, gemeinsam schwierige Situationen zu bewältigen und weiterhin erfolgreich und vertrauensvoll zusammenzuarbeiten.

Team-Resilienz ist kein fixer Zustand, sondern ein dynamischer Prozess, den das gesamte Team, inklusive der Projektleitung, aktiv gestaltet. Sie basiert auf acht miteinander verbundenen Kompetenzfeldern, die wie ein Rad funktionieren: Team-Resilienz-Rad

1. Attraktives Zukunftsbild

Ein gemeinsames Verständnis der Werte des Teams bildet die Grundlage für ein resilientes Miteinander. Definieren Sie gemeinsam, was Ihnen in der Zusammenarbeit wichtig ist, und entwickeln Sie eine robuste Teamkultur. Tools wie Lego® Serious Play® oder Liberating Structures können dabei helfen, die Team-Werte zu erarbeiten.

2. Vertrauen

Verlässlichkeit zeigen, Zusagen einhalten, füreinander einstehen, Vertrauliches auch vertraulich behandeln und Fehler zugeben dürfen, schaffen ein Klima des Vertrauens. Fördern Sie den Austausch und das Kennenlernen im Team, um die Basis für eine starke Zusammenarbeit zu legen.

3. Sinn

Wenn Projektmitglieder den Sinn ihrer Arbeit erkennen und ihren Beitrag zum Gesamtprojekt wertschätzen, steigt die Motivation und das Engagement. Reflektieren Sie regelmäßig die positiven Auswirkungen Ihrer Arbeit im Projekt und stärken Sie so das gemeinsame "Wofür".

4. Radikale Akzeptanz

Schwierige Situationen und Rückschläge gehören zu jedem Projekt. Die Fähigkeit, diese anzunehmen und den Fokus auf beeinflussbare Faktoren zu lenken, ist entscheidend. Der Circle of Influence von Stephen Covey hilft, Handlungsspielräume zu erkennen und proaktiv zu agieren.

5. Selbstwirksamkeit und Handhabbarkeit

Ein Team ist mehr als die Summe der Team-Mitglieder (gilt auch für Projektteams). Das Bewusstsein der gemeinsamen Team-Stärke gepaart mit der Überzeugung, Herausforderungen meistern zu können, stärken die Team-Resilienz. Stecken Sie sich gegenseitig mit einem dynamischen Denk-Modus an. Ermutigen Sie sich gegenseitig, neue Wege zu gehen und aus Fehlern zu lernen. Feiern Sie kleine Erfolgsschritte, auch wenn es Minifortschritte sind.

6. Kompetenzen im Team

Identifizieren und nutzen Sie die individuellen Stärken jedes Teammitglieds. Eine klare Rollenverteilung und die Förderung von Synergien maximieren die Teamleistung. Methoden wie das Stärken-Poker können helfen, Kompetenzen sichtbar zu machen.

7. Lernen und Entwicklung

Kontinuierliches Lernen und die Bereitschaft, sich weiterzuentwickeln, sind essenziell für Team-Resilienz. Schaffen Sie Raum für gemeinsames Lernen, Reflexion, Feedback und den Austausch von Wissen. Betrachten Sie Fehler als Lernchance.

8. Transparente und achtsame Kommunikation:

Wertschätzendes Zuhören, ehrliches Feedback und eine konstruktive Kommunikation bilden die Basis für eine erfolgreiche Zusammenarbeit. Methoden wie die Gewaltfreie Kommunikation oder die innovative Methode „Schwebedialog® - Kommunizieren jenseits von Konsens und Lösung“ können die Kommunikation im Team verbessern.

Diese acht Kompetenzfelder sind eng miteinander verwoben. Das bedeutet, arbeiten Sie mit Ihrem Projektteam an einer Kompetenz wirkt sich das gleichzeitig auf andere Felder aus.

Umsetzungstipps für mehr Team-Resilienz

  • Regelmäßige Team-Reflexionen: Schaffen Sie Raum für Austausch über die Zusammenarbeit, Herausforderungen und Erfolge, besonders wenn der Zeitdruck groß ist.
  • Gemeinsame Entwicklung von Werten und Zielen: Definieren Sie, was Ihrem Team wichtig ist und wie Sie zusammenarbeiten wollen.
  • Förderung von Vertrauen und psychologischer Sicherheit: Schaffen Sie ein Klima, in dem sich Teammitglieder trauen, ihre Meinung zu äußern und Fehler zuzugeben.
  • Stärkenorientierte Führung: Fokussieren Sie auf die Stärken Ihrer Teammitglieder und fördern Sie deren Entwicklung.
  • Wertschätzende Kommunikation: Schulungen in wertschätzender Kommunikation können die Zusammenarbeit im Team verbessern.
  • Feiern von Erfolgen: Würdigung und Wertschätzung stärken das Teamgefühl und die Motivation.
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